Mit Knöllchen gegen Spritfresser [Update: Lokalzeit-Bericht]

Mit Knöllchen gegen Spritfresser [Update: Lokalzeit-Bericht]

Jusos und Grüne Jugend setzen ein Zeichen für den Klimaschutz.

Dem Klimawandel „Gegensteuern!“ lautete das Motto für den landesweiten „Klimaknöllchen – Aktionstag“ am 29.Mai 2010. Auch die Kreisjusos und die Grüne Jugend Neuss haben sich zusammen an dieser Aktion beteiligt. Sie verteilten „Klima-Knöllchen“ auf dicht besetzten Parkplätzen in der Neusser Innenstadt. Die Knöllchen auf rotem Umweltpapier haben die jungen Klimaschützer selbst gestaltet. „Dein Auto erzeugt zu viel CO2! Reduziere Deine Co2-Emissionen und hilf mit, unseren Planeten zu retten! Jetzt Gegensteuern!“, heißt es auf der Vorderseite. Vorschläge wie das denn funktionieren kann werden auf der Rückseite der „Klimaknöllchen“ angeboten.

Ziel der Aktion war es, die größten „Spritfresser“ anzumahnen, die den Klimawandel weiter beschleunigen: Große Geländewagen und Sportkarossen, die viel Sprit verbrauchen und somit unnötig viel CO2 produzieren. Diese Autos bekamen die roten Knöllchen hinter die Windschutzscheibe geklemmt.

Der Juso-Kreisvorsitzende Mirza Kehonjic erklärt die Aktion: „Es ging dabei nicht darum, Klimasünder an den Pranger zu stellen, sondern ins Gespräch zu kommen, wachzurütteln und Bewusstsein für eine klimafreundlichere, zukunftsfähige Lebensweise zu wecken .“

„Kinder und Jugendliche sind die Hauptbetroffenen der zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels. Wir wollen mitgestalten und entscheiden, in welche Richtung sich die Erde in Zukunft dreht“, ergänzt die Sprecherin der Grünen Jugend Johanna Jurczyk.

Initiiert hat den Aktionstag das „Eine Welt Netz NRW“ mit der im September 2008 gestarteten Klimakampagne „Heiße Zeiten“ in Kooperation mit der Jugendgruppe „Rette Unseren Planeten“. Unterstützung finden die Jugendlichen von prominenter Seite: Neben dem Schirmherren Jugend- und Familienminister Armin Laschet unterstützt auch Shary Reeves, die beliebte Fernsehmoderatorin der Kinder- und Jugendsendung „Wissen macht Ah“, als Botschafterin die Kampagne.

Die Jusos und die Grüne Jugend fanden die Aktionsidee sehr gelungen, sodass sie sich gerne der Klima-Kampagne „Heiße Zeiten“ angeschlossen haben.

Die Kampagne:

Die vom „Eine Welt Netz NRW“ getragene Klima-Kampagne „Heiße Zeiten“, hat ihr Büro in Düsseldorf und richtet sich an Kinder und Jugendliche. Ihr Ziel ist Aufklärung über den Zusammenhang von Klimaveränderungen und Armut in den Entwicklungsländern zu geben und konkrete Angebote für global nachhaltiges Handeln zu machen.

Jusos und Grüne Jugend:

In Neuss hat sich spätestens seit dem Landtagswahlkampf eine intensive Kooperation zwischen den Jugendorganisationen der SPD und der Grünen entwickelt. Beim 73-Stunden-Infostand der Jusos konnten des öfteren auch einige junge Grüne am Stand entdeckt werden. Die Jusos dankten es der Grünen Jugend indem sie mit ihrem prominenten Gast Hannelore Kraft den Infostand der Grünen Jugend besuchten.

In Neuss kann man neuerdings also von einem Rot-Grünen Projekt sprechen, dass sich nun ja auch inhaltlich manifestiert hat. Beide Jugendorganisationen versprechen: „Die Zusammenarbeit läuft super und es wird weitere Projekte geben.“

Comments:2

  1. Wenn der Staat nicht so GELDGEIL WÄRE und ein Teil der Benzinsteuer wieder dem Kraftfahrer und der Forschung zugute kommen lassen würde, dann gäbe es in Deutschland schon viel mehr E-Autos und Ethanol würden dann auch mehr Menschen kennen ! Ethanol hat fast 100% CO² frei !!! Schiebt nicht immer alles auf den kleinen MANN. Die Abgeordneten bekommen in den nächten 2 Jahren 2x 5000€ mehr Geld… und fahren die dicksten BENZINFRESSER und keine Ethanol oder E-Autos ! Fangen wir doch mal OBEN an…. nicht UNTEN ! Wir Deutsche sind DOOOOOOF !!! Als der Vulkanstaub in der Luft war, der Flugverkehr lahm lag, da hätten die Deutschen und die Nachbarländer mal STREIKEN MÜSSEN ! AUF DIE STRAßE GEHEN … dann hätte man(n) mal was erreichen können….. Aber mit solcher einer Bierdeckelaktion wird es auch nicht besser !

    Wolfgang L. aus NEuss

  2. Natürlich muss man auch „Oben“ ansetzen, um für Klimaschutz zu sorgen. Und natürlich hapert es da an der ein oder anderen Stelle. Es ist uns zum Beispiel auch wichtig, dass erneuerbare Energien gefördert werden, sodass die umweltschädliche Kohlekraft schnellstmöglich verzichtbar wird und dass über alternative Antriebsformen nachgedacht wird.

    Allerdings geht das doch alles viel einfacher, wenn gleichzeitig auch „Unten“ begonnen wird schonend mit Ressourcen wie Strom oder Erdöl umzugehen. Um die Menschen dafür zu sensibilisieren haben wir an der Aktion teilgenommen.
    Größtenteils haben wir die Knöllchen übrigens an Oberklassefahrzeuge verteilt – bei solchen Karossen kann man auch nicht mehr wirklich von „Unten“ sprechen!

    Selbstverständlich ist es schwer zu begreifen warum Abgeordnete nicht klimafreundlichere Fahrzeuge fahren. Boris Palmer (OB von Tübingen) macht vor wie es gehen kann.

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